zürich

Montag, 30. April 2007

ende gut, alles gut

am freitag hab ich den koffer (verdammt, war der schwer) zum bahnhof getragen. das hat der zürcher himmel gesehen und hat zu weinen begonnen. was ja rührend ist, aber ich wollt eigentlich noch ein bisschen am see sitzen. naja, bin ich halt in den beizen (schweizerisch für beisln) herumgesessen bis mein geld aus war. den rest der zeit hab ich am bahnhof versessen. zuerst zuschauend beim coop-beachvolleyball-tournament (ja, das war IN der bahnhofhalle), dann meinen koffer bewachend und auf die abfahrtsanzeige starrend. im zug wars eng und heiss. schlafen ging nicht gut. 4.24 uhr: salzburg hat mich wieder. und mein liebster. fazit: daheim ists doch am schönsten.

Samstag, 28. April 2007

die moral von der geschicht

17 tage in der schweiz. war eine gute sache. ja, sie sind reich. ja, sie sind höflich. ja, sie sind verschlossen. ein paar nette gabs: den velohändler, der mir kostenlos das fahrrad geliehen hat. die frau aus der verlagsleitung. der theaterkritiker, der mir eine karte für hamlet besorgen geholfen hat. die redaktoren waren alle sehr nett, wirklich arbeiten haben mich die kulturer nicht lassen, die lokaler schon. ein paar sehr interessante gespräche hatte ich aber unbestritten. nicht liebgewonnen hab ich meinen vermieter und seine schwester. a bizli främdschbroch hob i glernt bim schaffa. mecht schu wissn ub mini lüt mi a nu faschtohn am samschtig. aba dschbroch is a s glüchü im foll. schtellt si ussa. guatn obig. und ade.

Freitag, 27. April 2007

touri-countdown

volles programm: morgens nochmal von den kultur-leuten verabschiedet, schliessfach gecheckt. dann hatte ich die schlechte idee mit dem velo zum zoo zu fahren. der liegt nur leider auf dem berg, also bin ich auf halbem weg in die tram umgestiegen. der zoo hat die masoala-halle, ein riesenkomplex mit regenwald-klima, -pflanzen und -tieren.
abends hatte ich eine karte für ballett im opernhaus (von martina vom verlag), war richtig schön, mahlers fünfte und mindestens 20 tänzer. nebenan hats einen guten jazzclub mit live-musik, campari orange um 12 franken, wird zeit, dass ich die stadt verlasse. jetzt bin ich am packen. morgen abend gehts nach hause. fein.

Mittwoch, 25. April 2007

neulich in winterthur

dort war ich heut, als gast im korrespondentenbüro mit jürg und rene, sie haben mich auch was arbeiten lassen. wir haben die frage geklärt, wie viel schutz kinder im öffentlichen raum brauchen. der zug braucht 20 minuten von zürich nach winterthur, schweizer arbeitszeiten, von 9 bis halb 8. sollte je wer nach winterthur kommen, ein lokaltipp: tibits ist eine tochterfirma vom hiltl. grossteils auch vegetarisch, auch hip.
gestern war ich wieder in der kultur, montag vormittag in der kultur, den kultur-artikel besprochen: eigentlich wollten sie von mir die beantwortung der frage, warum österreich gute literaten, aber keine international renommierten zeitungen hat, eine frage, die schon andere nicht schlüssig beantworten konnten. meine these: nach dem 2. wk konnten die schriftsteller unpolitisch schreiben, was die neugründung der community ermöglicht hat, die journalisten logischerweise nicht, daher dauert(e) es auch viel länger. deutschland hatte zwar das gleiche problem, aber natürlich viel mehr leser und inserenten, das heisst geld. montag nachmittag im zürichressort, auch was geschrieben dort.
neue lage: zwei tage. freu mich schon auf daheim.

Montag, 23. April 2007

zürischiff, rodin und cüpli

sonntag war ein tag, schön genug für eine schiffsreise: von zürich bürkliplatz bis thalwil, dort eine kurze wanderung zur kirche auf der anhöhe mit ausblick über fast den ganzen zürisee (und der ist gross). dann (weil meine züricard noch gilt) ins kunsthaus, die grosse sammlung (von den alten meistern bis zu den zeitgenossen), dann noch mit einer kollegin aus dem verlag zur rodin-ausstellung, rodin wie immer wunderschön und imposant. dann noch ein eis und ein cüpli (glas prosecco) in der sonne (dass der prosecco 9 franken, 5,50 euro kostet, schreckt mich gar nicht mehr).
so viel freizeit muss gesühnt werden, heute von viertel vor 9 bis halb 8 in der redaktion, zuerst kultur, dann im lokalen. wieder mal interessant. abschalten geht gut bei einem gläschen vor dem xenix, einem kino mit bar und vielen, vielen menschen im freien. auf dem platz wird auch petanque gespielt.
gemütliche bar, kino, petanque-platz - xenix.

Samstag, 21. April 2007

hollaredulliööö

samstag = touristin-tag. bummel durch die stadt, dann auf den uetliberg (871 m). das gute am zürcher hausberg: der zug fährt rauf. sogar der steilste zug auf normalen schienen, den es gibt. ist nicht sooo steil. oben neben dem gipfel findet sich ein fels mit einer plattform oben drauf, wo gerade mal eine lily platz hat. perfekt. mp3-player und tagi-wochenendbeilage sowie der grandiose ausblick bieten unterhaltung für drei stunden in der sonne. und dann wieder mit der bahn herunter. easy so ein bergtag.
lily am uetliberg. 871 m, erholung und sonne.

Freitag, 20. April 2007

das obere drittel

hab ich schon mal erwähnt, dass die schweiz so sauber ist? alles geordnet und rein irgendwie. hab neulich eine kolumne gelesen, wo einer aus amerika zurück in die schweiz gekommen ist und sofort das bedürfnis hatte, seine bunten ami-sachen gegen anthrazit-farbene zu tauschen und gleichzeitig unbedingt verpackungsmaterial auf die strasse werfen wollte. auch die lokale sind alle so schön und hip, sogar die in meinem viertel, neben stadion und erotikläden. die im zentrum haben praktisch alle luster oder andere teure lampenkunstwerke.
und die schweizer sind wahnsinnig höflich. immer. alle geben dir die gelegenheit dich vorzustellen und fragen, was du machst. bis jetzt.
meine these: für die schweiz hat man von einem so gut gestellten land wie österreich einfach das obere drittel genommen, geld-, manieren-, qualitäts-, landschaftsmässig. wo der rest ist, weiss ich nicht.

die zukunft liegt im netz

hoi, ihr lieben! heut war online dran. war bei den drei leuten, die heut www.tagi.ch gemacht haben. mittags war ich dann bei denen, die dafür das geld reinbringen, den online-analysten und -werbern, da ist viel mehr drive dahinter. die sind schwer unzufrieden mit den steifen traditionellen journalisten. haben auch nicht unrecht, die stellen nur agenturmeldungen rein, bissl umgeschrieben halt. selbst recherchiert wird gar nix. aber im herbst gibts einen relaunch. motto: online first. da wird auch die redaktion aufgestockt und vieles neu und besser, wie überall halt. unter dem kürzel ewa hab ich auch zwei meldungen umgeschrieben (konnte sie dann leider nicht mehr optimieren, also nicht gaaanz perfekt), damit ihr sie gleich findet:
http://www.tagi.ch/dyn/news/ausland/743088.html
http://www.tagi.ch/dyn/news/schweiz/743112.html
und mittags gabs eine lektion in schywyzer politik und kultur von einem politologen: die haben ja ein irrsinnskompliziertes system und am wahlzettel is nix zum ankreuzen, sondern man muss mit der hand schreiben: die partei und wenn man will bis zu 80 (je nach kanton) namen. ausserdem haben sie wirklich im jahr so ca. drei volksabstimmungen. und - juhu klischee - es gibt noch einen kanton (appenzell innerrhoden), wo die leute zusammenkommen und per hand abstimmen, das ist wirklich tiefste schweiz und streng katholisch. und es gibt eine relativ junge partei, die edu, die reformierte religion auf ihre fahnen geschrieben hat und z. b. mal ein familienwahlrecht forderte, das hiesse eine familie mit 3 kindern hätte 5 stimmen (die dann vermutlich der vater alle in anspruch nehmen würde). na mahlzeit. dafür ist mir bewusst geworden, dass bei uns offenbar kein bedürfnis nach einer liberalen partei besteht, die sind hier nämlich traditionell gut vertreten.

Donnerstag, 19. April 2007

hamlet fitze fatze und lea

zuerst: herzlichen glückwunsch gerda und maxime zur kleinen lea!!!
hoi, heut hab ich eine sprachlektion für euch.
hoi ist die du-form von grüezi.
die mehrzahl bildet man mit einem nachgestellten "miteinond". grüezi miteinond, ist also ein grüss gott für mehrere.
as git nummu no das, wos no het. heisst zum beispiel: es gibt nur mehr das, was noch da ist. (werd ich mir auf den kühlschrank schreiben) - os het. heisst es gibt.
ung wird zu ig, z. b. zeitung heisst zitig, rechnung rechnig, bisschen anders: abend heisst abig, also guaten abig!
ah ja, gestern war ich in hamlet, aufführung vom schauspielhaus im schiffbau (altes fabriksgebäude, angekauft und schwer defizitär geführt vom theater), dauerte von halb 8 bis halb 12 und war nie langweilig. sehr gute sache.
heut war ich den zweiten tag in der verlagsleitung vom tagi, also bei marketing und kommunikation und werbung. auch interessant, aber mein herz gehört der redaktion. die schweizer arbeiten wirklich mehr, 41 (bis vor kurzem 43) wochenstunden stehen in den arbeitsverträgen vom tagi. dafür verdienen sie auch mehr, 5.600 chf im schnitt, das sind ca. 3.410 euro, 13mal im jahr.
@myself: gutes essen, nicht so weit vom bahnhof hets (gibt es) im hiltl, sihlstrasse. vegetarisches buffetessen, das man nach gewicht kauft und sehr fein: curries, tandoori, salate.. war das erste vegi-restaurant, zumindest in europa, 100 jahre alt. jetzt ganz neu und hip gemacht.
das foto des tages zum thema fitze fitze fatze '((c) helge schneider) - und als beweis, dass ich wirklich in der schweiz bin.
ps: musste leider ein paar bilder löschen, weil mein speicherplatz auf dem twoday-server voll war. wer will, kann einen diavortrag haben mit allen 700 bildern. anmeldungen bei mir ;-.)

Dienstag, 17. April 2007

sauna am see

nach einem langen tag in der redaktion (oh ja, ich hab heut sogar was weitergebracht und meinen artikel vorläufig fertig) war ich heut in der sauna am see. sauna ganz normal (inkl. eigene frauensauna), abgekühlt wird im see, der laut saunameister 12 grad hat im moment. zuerst scheint noch die sonne, also sonnenbaden, um 8 geht aber die sonne unter und ich geniesse dämmerung und nacht am see. das war die 25 franken (ca. 16 euro) wert. vorher war ich endlich bei sprüngli auf eine tagestrüffel und ein luxemburgerli. eigentlich fehlt mir hier nix (ausser mein liebster und meine freunde... und etwas geld).

status quo

there is a crack in everything, that's how the light gets in.

read and to be read

luisa francia
weidenfrau und wiesenkönigin

clarissa pinkola estes
die wolfsfrau

verena lueken
gebrauchsanweisung für new york

ulja krautwald/christine li
der weg der kaiserin

christiane northrup
frauenkörper frauenweisheit

alexander capus
mein studium ferner welten

oshun

oshun ist eine orisha, eine afrikanisch-brasilianische göttin und steht für die liebe und die flüsse.

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